Ich stehe seit Wochen echt vor einem Rätsel mit meinem neuen Monatsticket. Es ist ja eigentlich eine Flatrate für den Nahverkehr, aber ich komme mir trotzdem oft dumm vor, wenn ich für kurze Strecken dann doch das Rad nehme oder zu Fuß gehe, nur um das Ticket irgendwie "rentabel" zu machen. Dabei wollte ich mir mit dem Ticket gerade diesen mentalen Druck nehmen, ob sich jede Einzelfahrt lohnt. Irgendwie hat das Gegenteil eingeschlagen. Geht das nur mir so, dass man in so ein komisches Kalkulationsdenken zurückfällt, obwohl man pauschal bezahlt hat?
Ja das kenne ich echt gut ich stehe auch vor diesem Druck jedes Mal zu prüfen ob sich der kurze Weg lohnt obwohl das Monatsticket ja eine Flatrate ist.
Aus der Sicht der psychologie verschiebt ein pauschalpreis die kostenwahrnehmung man fragt sich eher ob der nächste Schritt Sinn macht statt einfach zu gehen.
Vielleicht misstraue ich diesem rechnen selbst wenn ich es tue das Monatsticket soll doch freiheit geben und nicht zu einem perfekten kalkulationswerkzeug werden.
Was wenn das Monatsticket gar nicht die lohnfrage löst frag ich mich ob der ganze denkprozess überhaupt sinnvoll ist?
Vielleicht geht es gar nicht um lohnt sich jede fahrt sondern darum die stadt anders zu erleben und das ticket soll dazu anregen nicht zu geizig zu rechnen.
Eine interessante neue sicht könnte sein das Monatsticket als ritual zu betrachten statt als rechenwerk und das wort freiheit auftauchen zu lassen.