Ich sitze gerade an einem neuen Projekt und habe das Gefühl, meine üblichen Skizzen und Moodboards reichen einfach nicht mehr aus, um die Atmosphäre zu vermitteln, die ich im Kopf habe. Letztens habe ich zum ersten Mal mit einem AI Bild Generator experimentiert, um visuelle Stimmungen vorzugeben, und es hat etwas in meinem Prozess verändert, was ich noch nicht ganz einordnen kann. Es fühlt sich irgendwie wie ein Zwischenschritt zwischen der Idee im Kopf und der eigenen Handarbeit an, aber es macht mich auch etwas unsicher, ob das meiner eigentlichen Kreativität im Weg steht oder eine neue Tür öffnet.
Ich spüre eine innere Zwiespältigkeit zwischen der eigentlichen Kreativität und dem Stil der AI Bilder und frage mich ob dieser Zwischenschritt eher inspiriert oder ablenkt
Aus analytischer Sicht könnte das Tool als visuelles Zwischenlager dienen es sammelt Ideen schneller als handgezeichnete Skizzen doch der Fluss der eigenen Arbeit verändert sich und das Timing der Iterationen verschiebt sich Kreativität wird zu einem Prozessbestandteil
Vielleicht sehe ich AI Bilder als fertige Moodboards statt als Prozess und verliere dabei den Sinn der Ungenauigkeiten die Kreativität lebt doch gerade in den Unschärfen
Stimmt es wirklich dass das Werkzeug die Kreativität einschränkt oder öffnet es eine andere Form der Fantasie die wir noch nicht greifen können?
Vielleicht ist der Einsatz der Technik eine neue Linse die Ideen sichtbar macht ohne sie zu ersetzen und damit könnte man die eigene Handschrift neu erfinden statt sie zu verstecken Kreativität braucht Raum
Ich bleibe skeptisch gegenüber der Annahme dass Rechenleistung Kunst freischaltet denn am Schluss zählt die Haltung hinter dem Bild nicht die Geschwindigkeit der Generierung und Kreativität braucht mehr als Technik