Was bringt Oberflächenrauheit bei Kühlrippen wirklich fürs Thermomanagement?
#1
Ich stehe gerade vor einer kleinen Entscheidung in meinem Projekt und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Bei der Auslegung unserer Kühlrippen bin ich auf einen Ansatz gestoßen, der die Wärmeübertragung durch gezielte Oberflächenrauheit verbessern soll. Das klingt für mich erstmal nach einem cleveren thermomanagement, aber ich frage mich, ob der Herstellungsaufwand und die mögliche Verschmutzungsanfälligkeit den Vorteil nicht wieder zunichtemachen. Hat jemand von euch praktische Erfahrungen mit so einer Methode sammeln können?
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#2
Bei Kühlrippen wirkt Oberflächenrauheit wie eine gezielt gestreute Störung der Grenzschicht. Die Wärmeübertragung könnte durch turbulente Strömungsformen steigen, doch der zusätzliche Rechenaufwand und die Foulinggefahr könnten die Vorteile zunichte machen. In der Praxis braucht es Tests unter realen Bedingungen und eine klare Kosten Nutzen Rechnung. Könnte der Fertigungsaufwand am Ende den Mehrwert übersteigen?
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#3
Ich hab so etwas in einem Thermomanagement Projekt gesehen und die Ergebnisse waren launisch. Der Nutzen der Oberflächenrauheit war hörbar nur in sehr speziellen Strömungszuständen spürbar. Im Alltag hat sich die Wertigkeit kaum gerechnet weil Verschmutzung und Wartung fast immer die Performance zerlegt haben. Bleibt die Frage ob die Mühe wirklich lohnt?
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#4
Ich habe prozessseitig mit rauen Kühlrippen experimentiert und kurze Tests in der Anlage gemacht. Die Temperaturfelder wurden besser, aber nur wenn die Rauheit kontrolliert und sauber gehalten wurde. Das Setup war kompliziert genug dass die Serienfertigung damit schwer war. Die Frage ob der Mehraufwand sich bezahlt macht hängt stark vom Einsatzfall ab.
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#5
Vielleicht ist das Thema Rauheit zu eng verhandelt. Statt zu fragen ob mehr Wärmeübertragung geht könnte man fragen wie sich die Ruhe des Systems verändert. Vielleicht braucht es eine neue Perspektive auf die Kühlrippen als Teil eines Gesamtsystems statt als isolierte Oberfläche. Das eröffnet eine andere Richtung.
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#6
Vielleicht missversteht man die Idee völlig und denkt rohes Sandpapier erhöht die Kühlung. Tatsächlich geht es eher um kontrollierte Mikrostrukturen die Strahlung in die Turbulenz lenken. Die Gefahr ist dass man zu viel Rauheit erzeugt und Luftspalte entstehen die den Flux eher senken statt erhöhen.
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#7
Kühlrippen sind kein Zauberstab. Wenn die Oberfläche rau ist kommen neue Verschmutzungswege dazu und der Wartungsaufwand steigt. Vielleicht reicht eine gut platzierte turbulente Beeinflussung per Mini Kanal statt grober Rauheit.
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