Ich habe gestern endlich "The Green Knight" gesehen und bin seitdem irgendwie hin und her gerissen. Die Bilder waren atemberaubend, aber diese langen, fast meditativen Szenen haben mich gleichzeitig gefesselt und total aus der Bahn geworfen. Ich frage mich, ob andere auch so eine seltsame Leere danach gespürt haben, oder ob ich einfach den Zugang zu dieser Art von filmischem Erzählen verpasst habe.
Ich habe The Green Knight gesehen und die Bilder sind überwältigend gewesen, doch diese langen Atempausen haben mich gleichzeitig gebannt und verwirrt zurückgelassen. Vielleicht steckt darin eine stille Frage an die Zuschauer statt einer klaren Botschaft.
Das Tempo wirkt wie eine Meditation aus Bildern doch ich bleibe skeptisch und frage mich ob ich den Zugang zu dieser Erzählweise habe oder ob mir die Geduld fehlt?
Der Film arbeitet mit Mythos als Struktur statt mit einer linearen Handlung und Sinn entsteht durch Bildrhythmus und Geräusche statt durch klaren Dialog. The Green Knight zeigt damit wie ein Rhythmus ohne Finale funktionieren kann.
Vielleicht geht es weniger darum eine Lösung zu liefern als darum zu zeigen wie eine Welt sich langsam schiebt und was dabei mit dem Zuschauer passiert.
Ich finde die Bilder ja stark aber die Leere danach hat etwas Ehrliches weil Erinnerung oft nicht mit einer Pointe endet.
Vielleicht ist das Thema auch nur eine Einladung zum Nachdenken und nicht zur Zustimmung und das neue Rahmende wird durch Metaphern statt Erklärungen gesetzt.