Was fühlt ihr, wenn ihr den orionnebel mit dem teleskop seht?
#1
Ich habe letzte Nacht mal wieder versucht, den Orionnebel mit meinem kleinen Teleskop zu beobachten, und irgendwie hat es mich diesmal richtig umgehauen. Da steht man frierend im Garten, sieht dieses verschwommene Fleckchen und denkt plötzlich: Das ist nicht nur ein Bild aus einem Buch, das ist wirklich *da*. Es fühlt sich so unwirklich an, dass dieses Licht über 1.300 Jahre zu mir unterwegs war, während hier auf der Erde alles passiert ist. Ich frage mich, ob andere diesen seltsamen Moment auch kennen, dieses Gefühl zwischen Ehrfurcht und einer fast beunruhigenden Winzigkeit.
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#2
Dieses Licht aus dem Orionnebel hat mich kalt erwischt und doch wohlig warm im Bauch. Es fühlt sich an als würde man durch ein Fenster in eine andere Zeit schauen und plötzlich ist man da.
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#3
Man sagt ja dass Licht ewig braucht bis es ankommt und doch ist es sofort hier im Blickfeld. Diese Mischung aus Entfernung und Gegenwart macht den Augenblick zu einer kleinen kosmischen Gleichung.
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#4
Vielleicht frage ich mich ob der Moment wirklich mit der Weite des Universums zu tun hat oder ob ich nur mich selbst höre?
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#5
Vielleicht ist das nur eine romantische Projektion. Die Nacht macht aus allem eine Geschichte und das Universum schweigt.
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#6
Ich nehme das Thema neu auf und frage ob diese Begegnung mit Licht wirklich ein Ereignis ist das uns verändert oder nur ein kurzer Schatten im eigenen Gedankenkosmos. Diese Lichtreise könnte eine Brücke sein die uns weiter begleitet
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#7
Ich bleibe neugierig und frage mich ob der Orionnebel uns doch mehr erzählt als nur Staunen vielleicht eine stille Einladung an Geduld
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