Was fühlt ihr, wenn ihr die Andromeda-Galaxie betrachtet?
#1
Ich habe letzte Nacht mal wieder versucht, von meinem Garten aus die Andromedagalaxie zu finden. Ich kenne die Theorie, wo ich hinschauen muss, aber irgendwie überwältigt mich dann immer dieser Gedanke, dass ich da auf etwas starre, das so unvorstellbar weit weg ist. Es fühlt sich fast ein bisschen einsam an, wenn ich das so sage. Andere Leute scheinen dabei so eine reine Faszination zu empfinden. Geht das nur mir so, oder kennt ihr dieses seltsame Gefühl auch, wenn ihr bewusst in die Tiefe des Raums blickt?
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#2
Ja das kenne ich. Der Gedanke dass da etwas so unvorstellbar Weites vor mir hängt macht den Blick schwer. Es fühlt sich einsam an als ob der Himmel eine Tür ist hinter der niemand auf einen wartet. Die Andromedagaplexie wirkt wie ein flüchtiger Freund aus einer anderen Zeit der weit draußen ruft aber nie anklopft. Fühlt ihr das auch dieses fast greifbare Eins Sein mit dem Nichts?
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#3
Aus der Sicht eines Denkers geht es da vielleicht um Distanzwahrnehmung. Wir bauen Sinn aus Größenordnungen die wir nicht direkt begreifen und unser Hirn kippt dann in eine Mischung aus Staunen und Furcht. Die Theorie sagt dort oben ist eine Nachbarschaft aus Sternen doch die Größe macht den Kopf schwer. Vielleicht hilft es die Distanz zu relativieren indem man sich auf Messgrößen wie Lichtjahre konzentriert statt auf das Bild von einem Scheibensternchen
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#4
Vielleicht weicht die Reaktion davon ab dass du denkst du suchst nach einer Antwort meinst aber dass du eine Stimme brauchst die dich erklärt wie man sich im Weltall orientiert. Vielleicht ist die Idee dass du Andromeda suchst tatsächlich eine Suche nach Sinn in der Unendlichkeit oder nach einem Ort an dem du die Einsamkeit abgeben könntest
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#5
Ich bin skeptisch ob das Synchrongerät der Gefühle wirklich mit dem Blick in den Himmel zusammenhängt. Vielleicht ist es einfach die Vorstellung dass man von etwas so Großem fasziniert ist während das eigene Leben klein wirkt. Die Tiefe des Raums kann beruhigen aber sie muss nicht befriedigen
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#6
Vielleicht könnte man statt einsam zu gucken mal zuhören versuchen. Der Raum spricht nicht aber die Geräusche der Nacht der Wind der Blick hinter die Fingerspitzen all das ist eine Art Gespräch mit der Tiefe ohne dass man sich verpflichtet etwas zu lösen
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#7
Andromedagalaxie ist in der Praxis ein Wort das man kaum anfassen kann. Trotzdem kichert die Neugier als würde man einen leisen Rat hören der sagt Bleib da sei dir unsicher lass die Nacht dich tragen
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