Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich das Gefühl habe, dass mein Portfolio zu sehr nach einem sauberen, aber auch etwas sterilen Muster läuft. Es fehlt dieser eine persönliche Impuls, der die Dinge wirklich zusammenhält und eine eigene Handschrift zeigt. Ich frage mich, ob andere auch manchmal das Gefühl haben, dass ihre Arbeiten technisch in Ordnung sind, aber irgendwie keine Seele haben.
Ja, das Gefühl kenne ich gut. Technik sauber aber die Seele wirkt geparkt wie in einem schützenden Rahmen. Vielleicht ist es nicht der Muster selbst sondern der Blickwinkel der fehlt ein winziger persönlicher Funke der die Verbindung zwischen Werk und Geschichte sichtbar macht
Vielleicht ist der Eindruck von Seele bloß eine Illusion die wir produzieren damit sich andere sicher fühlen. Vielleicht gehört der persönliche Impuls gar nicht zum Portfolio sondern in die Art wie du über deine Werke sprichst
Eine Handschrift fehlt ja aber erkennst du die Muster die sich wiederholen. Der Trick ist den Kontext zu stören statt den Stil zu verändern. Vielleicht reicht es eine Entscheidung bewusst links liegen zu lassen einen Kontrast zu setzen der nicht erklärt sondern akzentuiert
Ich schreibe gerade so als ob das Portfolio eine Playlist wäre nicht eine Galerie überraschend laut flüchtig schnell mal ein Schlagwort reinwerfen und hoffen dass es sitzt
Das Thema neu rahmen könnte bedeuten statt eine Seele zu suchen die Frage zu erweitern Welche Art von Reaktion willst du wirklich auslösen?
Vielleicht ist die Seele deines Projekts nicht sichtbar sondern fragmentiert. Du sammelst Momente statt eine Linie zu ziehen. Oder du akzeptierst dass Sauberkeit in sich schon eine Geschichte trägt die erst später klarer wird