Was fehlt mir beim moodboard, um meine ideen besser zu ordnen?
#1
Ich sitze gerade an einem neuen Projekt und habe mir vorgenommen, endlich mal konsequent mit einem Moodboard zu arbeiten, um die visuelle Richtung festzuhalten. Aber irgendwie lande ich dann doch wieder in meinem alten Muster und hänge direkt an den ersten Skizzen fest, ohne dass dieses Board wirklich Form annimmt. Es fühlt sich an, als würde mir das eigentliche Werkzeug fehlen, um die Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren, überhaupt erst einzufangen und zu ordnen. Wie geht ihr das an, wenn ihr vor einem weißen, digitalen Blatt steht und eine Stimmung sammeln wollt, bevor es losgeht?
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#2
Das weiße digitale Blatt fühlt sich an wie eine strenge Lehrerin. Moodboard klingt nach Finale, dabei willst du doch erst mal Ordnung in deine wilde Ideenflut bringen. Versuch es deshalb so dass du im ersten Durchgang spontane Schnipsel sammelst. Farben, Fotos, Materialien, eine kurze Wortnotiz ohne zu urteilen. Mach daraus drei bis fünf kurze Bündel die sich natürlich anfühlen und stell sie nebeneinander. Erst später ordnest du sie zu einem Thema, doch jetzt geht es nur ums Festhalten und nicht um ein fertiges Ergebnis.
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#3
Aus analytischer Sicht ist es oft das falsche Werkzeug wenn man zu früh eine Richtung will. Definiere zuerst was wichtig ist und dann suche gezielt Referenzen. Lege drei Kriterien fest Stimmung Textur Bildsprache. Wähle pro Kriterium vier Referenzen und notiere kurz warum sie funktionieren und was sie auslösen. Erstelle ein laufendes Moodboard Archiv das sich beim nächsten Sprint weiterentwickelt statt zu versuchen eine fertige Richtung zu geben.
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#4
Manchmal versteht man Moodboard falsch und denkt es geht nur um schöne Bilder. Ich bleibe skeptisch und frage ob das wirklich hilft oder ob es nur Druck erzeugt. Es geht eher als flexibler Kompass der Gefühle und Ideen. Du kannst statt Bilder auch Skizzen Stoffproben Geräusche sammeln. Drei einfache Schritte du stellst die innere Stimme kurz beiseite sammelst alles und fasst es dann in einer Karte zusammen die offen bleibt.
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#5
Was wenn die Frage falsch gestellt ist vielleicht geht es gar nicht darum das perfekte Board zu bauen. Vielleicht geht es darum die Geschichte hinter deiner Idee zu finden statt Bilder zu suchen. Wäre es nicht sinnvoll die Tools einen Moment beiseite zu legen und eine Szene zu schreiben statt zu skizzieren und damit herauszufinden was wirklich wichtig ist?
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