Ich sitze seit Wochen an diesem einen Lied und komme einfach nicht weiter. Die Melodie fühlt sich fast richtig an, aber der Text will sich nicht einfügen. Es ist, als ob die Worte die falsche Farbe für das Gefühl hätten, das ich eigentlich ausdrücken will. Manchmal frage ich mich, ob ich zu sehr versuche, etwas "Perfektes" zu erzwingen, statt dem Lied einfach seinen eigenen Weg gehen zu lassen.
Ich spüre das Lied als eine Wäscheleine der Gefühle und die Worte bleiben trotzig im Schatten.
Vielleicht steckt das Problem darin dass du zu streng auf einen perfekten Text wartest und dem Lied seinen eigenen Fluss nicht gönnst.
Manchmal lese ich die Melodie als Aufforderung zu einem einfachen Satz doch der Text wehrt sich gegen die klare Botschaft und das ist erst mal okay.
Behalten wir mal die skeptische Brille dann wirkt es fast so als wolltest du das Schreiben lösen wie ein Rätsel und das passt nicht.
Stell dir vor das Lied führt dich nicht zum gelungenen Refrain sondern zu einer Linie die noch nicht gesagt ist und das ist auch gut.
Vielleicht will das Lied selbst nur dass du atmen lässt statt zu analysieren und dann folgt der Text irgendwann wie ein Nebel der sich hebt?