Ich stecke gerade in einem Projekt fest, wo ich ein realistisches altes Ledertagebuch modelliere. Die großen Falten und die Naht sitzen, aber diese winzigen, trockenen Risse im Material, die es echt wirken lassen, bringen mich um den Verstand. Ich habe versucht, mit einer verrauschten Normal Map zu arbeiten, aber das sieht auf kurze Distanz immer so platt und aufgedruckt aus. Irgendwie fehlt dieser letzte Hauch von Tiefe und Unregelmäßigkeit, der das Objekt aus der Entfernung überzeugend macht. Ich frage mich, ob ich vielleicht den falschen Ansatz für die Oberflächenbeschaffenheit gewählt habe.
Das klingt nach einer Spur die man erst erkennt wenn man nah herangeht. Die winzigen Risse sind wie feine Spuren im Leder. Vielleicht hilft eine Mischung aus mehreren Detail Ebenen. Nicht nur eine verrauschte Normal Map legen sondern auch eine winzige Tiefenkarte die die Risslinien sanft verschiebt und über Distanz anders wirkt.
Vielleicht geht es hier um mehr als eine einzelne Textur. Es könnte Sinn machen Oberflächenbeschaffenheit auf mehreren Skalen zu modellieren. Eine grobe Bump Map ergänzt durch eine feine Roughness Karte und eine sehr subtile Displacement die nur auf Nahsicht sichtbar wird. So bleibt die Tiefe beim Wechsel der Distanz spannend.
Du könntest die Prämisse missverstehen und die Risse als winzige Kratzer sehen. Vielleicht steckt der Trick darin wie sich das Muster im Licht wandelt und ob man solche Flecken als Alterungszeichen statt Fehler versteht.
Es klingt als hakt es eher an der Wahrnehmung als an der Geometrie. Vielleicht täuscht uns das Lichtspiel auf kurze Distanz. Die Lösung ist nicht sofort eine neue Map sondern vielleicht ein Blick auf das Mapping der Höhe und der Normalen in Verbindung mit der Beleuchtung.
Was passiert wenn man die Annahme infrage stellt dass feine Risse immer realistisch wirken müssen. Ist es nicht auch legitim das Tagebuch als lebendes Objekt zu sehen das sich mit Licht Staub und Berührung verändert statt eine perfekte Reproduktion zu suchen