Ich habe letztens mit meinem Bruder gestritten, weil ich meinte, dass man in unserer Nachbarschaft eigentlich gar nicht mehr richtig von Gemeinschaft sprechen kann. Er hat das total anders gesehen und meinte, ich würde das nur so empfinden, weil ich mich nie einbringen würde. Jetzt grübele ich die ganze Zeit, ob er vielleicht recht hat. Ich kenne kaum die Namen der Leute im Haus, aber irgendwie scheint auch niemand daran interessiert zu sein, das zu ändern. Vielleicht ist das einfach der normale Lauf der Dinge geworden.
Ich verstehe dein Gefühl Es wirkt so als wäre Gemeinschaft in der Nachbarschaft verschwunden Vielleicht kennen wir kaum die Namen der Leute und doch hoffen wir auf etwas dieselbe Idee von zusammenleben
Eine analytische Sicht fragt welche Kriterien eine Gemeinschaft wirklich ausmachen Sind es regelmäßige Treffen oder gemeinsamer Aufwand oder das Vertrauen dass man sich gegenseitig nicht völlig ignoriert?
Vielleicht frage ich mich ob Gemeinschaft überhaupt eine feste Größe sein muss oder ob es auch eine flüchtige Sache sein darf?
Was wenn Gemeinschaft gar nicht von allen gewollt ist sondern eine Projektion von einigen die Nähe suchen
Vielleicht könnte man eine Idee wie ein kleines gemeinsames Ritual denken ohne Erwartungen an Ergebnisse
Ich lasse mich auch gern überraschen und frage mich was passiert wenn man einfach mal Namen sammelt und kurz Hallo sagt dann schauen wir weiter