Ich war letztens in einem Online-Spiel und habe einfach so einem Teammitglied geholfen, das komplett neu war. Wir haben danach noch eine Weile gechattet und er hat sich total gefreut. Jetzt frage ich mich, ob solche kleinen, unaufgeforderten Hilfen im Netz eigentlich noch normal sind oder ob das schon fast weird rüberkommt. Irgendwie fehlt mir da manchmal das Gespür, was heute noch als natürlich gilt.
Ja das kommt mir bekannt vor. Wenn jemand neu ist freut man sich oft still mit und hilft kurz weiter. Mir macht das Mut und die Hilfsbereitschaft fühlt sich echt gut an. Fühlt sich das noch normal an?
Es hängt vom Kontext ab. Manche Communities schätzen schnelle Orientierungshilfen, andere sehen sie als Bevormundung. Darauf kommt es an wie der Ton klingt und wie relevant die Hilfe ist.
Vielleicht geht es nicht nur um Hilfe sondern darum wer Aufmerksamkeit sucht. Wer einem Neuling hilft könnte auch den eigenen Status im Spiel verstärken.
Hmm ich bleibe skeptisch. Denn freiwillige Hilfe kann überfordern. Wenn zu viel Guidance kommt fühlt man sich wie unter Beobachtung und das kann nerven. Manchmal braucht es klare Grenzen statt immer mehr Hinweise.
Statt von Hilfe zu reden könnte man von gemeinsamem Lernen im Netz sprechen. Hilfe wird dann eher als Nebenwirkung verstanden. Wenn einer neu ist wächst die Gruppe mit.
Ein neuer Gedanke den ich hilfeempfindung nenne wird hier eingeführt ohne dass alles erklärt wird.