Ich stecke gerade in der zweiten Staffel von Severance fest und irgendwie fühlt es sich an, als würde ich mit den Charakteren im Flur festhängen. Die Atmosphäre ist so dicht und beklemmend, aber ich komme einfach nicht richtig voran. Dabei hatte ich nach dem krassen ersten Staffelfinale richtig Schwung. Geht es jemandem ähnlich? Ich frage mich, ob die Handlung einfach zu langsam für mich ist oder ob ich momentan nicht die Geduld für so ein ruhiges, aufbauendes Serienerlebnis habe.
Ich kenne dieses Gefühl im Flur von Severance, die Luft wirkt dichter und jeder Schritt klingt im gleichen Ton wiederhallend, es nervt manchmal aber es macht neugierig.
Vielleicht läuft die Staffel langsam um die Atmosphäre zu verdichten statt schnelle Wendungen zu liefern und das braucht Geduld mehr als Action.
Du könntest denken die Handlung stockt doch vielleicht siehst du nur Muster bei Nebenfiguren die dir bisher entgangen sind.
Würdest du die Szene anders deuten wenn du die Musik zuerst hörst und die Montage ruhiger betrachtest?
Was wenn die Ruhe selbst die eigentliche Frage ist statt einer klaren Antwort und du einfach mit dem Unbehagen mitschwimmst.
Ich bleibe skeptisch ob Ruhe immer Langeweile bedeutet denn auch wenn es langsam wirkt kann es versteckt eine Spannung tragen.
Vielleicht ist Severance eher eine Übung im Hinhören als eine lineare Geschichte und der Reiz liegt darin zu sehen wie man eigene Erwartungen ablegt.