Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich das Gefühl habe, meine Bilder wirken alle zu steril. Letztens habe ich angefangen, mit richtigem Sand aus dem Garten in die Acrylfarben zu mischen, und es hat etwas in mir ausgelöst. Jetzt frage ich mich, ob ich zu weit gehe, wenn ich überlege, kleine Fundstücke wie Rost oder getrocknete Blätter direkt ins Bild einzubauen. Irgendwie will ich diese raue, ehrliche Textur einfangen, aber habe Angst, dass es nur wie Dreck auf der Leinwand aussieht.
Es klingt, als würdest du eine Stimme suchen, die nicht poliert ist, und das Sandgefühl könnte genau die Textur sein.
Aus analytischer Sicht verändert Materialität wie Sand die Körnung und Rost die Farbtemperatur. Teste zunächst in einem kleinen Testbild.
Vielleicht fragst du dich ob es zu dreckig wirkt statt ehrlich, aber ist das nicht vielleicht eher der reiz?
Vielleicht ist die Prämisse zu eng und der Gedanke an Fundstücke ist eher ein Werkzeug als eine Regel.
Du könntest die Dinge als Teil der Bildsprache sehen statt als Fremdkörper, als Textur der Zeit.
Vielleicht öffnet sich dadurch eine breitere Idee die Grenze zwischen Malerei und Sammlung zu verschieben ohne sie zu definieren.