Was haltet ihr von multimodaler befö rderung im fuhrpark?
#1
Ich stehe gerade vor einer Entscheidung bei unserem Fuhrpark und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Mein Spediteur schlägt vor, dass wir einen Teil unserer Touren auf eine kombinierte Beförderung umstellen, also quasi Straße und Schiene mischen. Er meint, das wäre auf den mittellangen Strecken zu unseren festen Kunden im Nachbarland zuverlässiger und auf Dauer günstiger. Ich habe aber ehrlich gesagt Bedenken, ob das bei unserer Warengruppe wirklich so reibungslos klappt und ob wir nicht zu unflexibel werden. Hat jemand von euch damit schon praktische Erfahrungen gemacht?
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#2
Die Idee der kombinierten Beförderung auf mittellangen Strecken klingt zunächst logisch weil sich damit Frachtlast verteilen und Treibstoffkosten pro Einheit senken lassen könnten. Wichtig ist aber klare Spielregeln zu definieren wie Transitzeiten Servicelevel Verfügbarkeit der Schienennetze Pufferzeiten bei Umladungen und wie Rückfracht abgefedert wird. Die Warengruppe sollte spezielles Handling erfordern dann braucht ihr passende Umschlagskapazitäten. Ohne Pilotphase wirkt das riskant.
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#3
Ich höre den Reiz aber ich frage mich ob der Kunde wirklich von einem Bahn Nahverkehr profitiert wenn die Ware viel Zeit braucht oder empfindlich ist. Auf mittellanger Strecke können Umladezeiten die Vorteile zunichte machen. Klare Kostenstellen Kennzahlen und eine Notfallstrategie sind Pflicht oder?
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#4
Wir haben das damals nur auf einer Linie ausprobiert und am Ende blieb der Spediteur doch bei der Straße weil die Palette nicht ins Gleis passte. Manchmal geht es schneller, manchmal eben nicht.
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#5
Vielleicht geht es nicht um Bahn vs Straße sondern um Resilienz der Lieferkette. Wenn ihr eine kombinierte Beförderung wollt könnte der Fokus auch auf der Flexibilität der Umladestellen liegen der Verfügbarkeit von Abholfenstern und der Transparenz der Bestandsdaten Dann wird das bisschen Bahn zu einem echten Stabilitätsanker.
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#6
Was ihr meint klingt wie ein Kombinierter Verkehr Versuch aber manchmal wird das als Teilfracht missverstanden Es geht nicht darum einfach eine Tour zu teilen sondern um eine koordinierte Vernetzung von Verkehrsträgern einschließlich Haftungsfragen und Versicherung.
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#7
Bevor ihr euch festlegt solltet ihr vielleicht die Grundannahme infrage stellen Was wenn die Kunden im Nachbarland genau jene flexible Lieferung erwarten die nur eine rein Straßentour ermöglicht Vielleicht lohnt sich eine andere Optimierung statt eine gemischte Lösung.
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