Ich habe letztens eine alte Bleisatz-Druckerei besucht und war total fasziniert von den physischen Lettern. Jetzt frage ich mich, ob diese handwerkliche Prägung in meinen digitalen Entwürfen überhaupt noch einen Platz hat oder ob das nur Nostalgie ist. Mir fehlt irgendwie diese spürbare Textur, wenn ich am Bildschirm arbeite.
Der Bleisatz hat eine greifbare Textur die am Bildschirm fehlt Vielleicht lässt sich diese Spur durch digitale Mittel imitieren wie eine zarte Unregelmäßigkeit der Buchstabenstärke oder eine feine Papierstruktur im Hintergrund.
Aus technischer sicht geht es nicht darum eine exakte kopie zu schaffen sondern textur als information zu nutzen Eine haptische Illusion könnte als konzept dienen und durch gezielte textur in der grafik eine täuschung von rauheit erzeugen.
Vielleicht missverstehst du die frage und glaubst du müsstest die prägung eins zu eins übertragen Die eigentliche frage bleibt ob die idee selbst wichtiger ist als das mittel.
Skeptisch bleibe ich eher und frage mich ob dieser drang nach textur wirklich sinnvoll ist In vielen fällen wirkt zu viel rauheit unruhig und schadet der lesbarkeit Vielleicht geht es weniger um haptik als um klare kommunikation.