Ich habe gestern zum ersten Mal "Der Pate" gesehen und war total überrascht, wie sehr mich die Beziehung zwischen Michael und seinem Vater berührt hat. Irgendwie hat mich das an meinen eigenen Vater erinnert, mit dem ich nie so richtig reden konnte. Jetzt frage ich mich, ob andere Leute auch so einen Film gesehen haben, der plötzlich ein ganz persönliches Gefühl getroffen hat, ohne dass sie es erwartet hätten.
Ich war echt gerührt von der Beziehung zwischen Michael und seinem Vater und wie stille Worte manchmal lauter sprechen als große Sätze.
Vielleicht zeichnet der Film ein Muster in Beziehungen das sich viel stärker durch Schweigen als durch Worte auszeichnet und das hat mich zum Nachdenken über meine eigene Familie gebracht.
Zuerst dachte ich es ginge nur um Loyalität in der Familie doch letztlich geht es auch um Beziehung und Schuldgefühle die sich durch Generationen ziehen.
Vielleicht ist es nur dramaturgische Inszenierung und hat wenig mit echter Beziehungsarbeit zu tun Könnte es sein dass der Film sich zu sehr auf Gefühle verlässt?
Vielleicht lohnt es sich den Fokus zu verschieben und zu fragen welche Arten von Nähe in Familien wirklich funktionieren jenseits klassischer Rollenbilder.
Beziehung bleibt offen und schwer festzunageln.