Ich habe letztes Jahr in einem Land gearbeitet, das politisch sehr instabil ist. Seit ich zurück bin, frage ich mich, ob mein Aufenthalt dort vielleicht mehr Schaden als Nutzen gebracht hat, gerade weil ich als Ausländer in einer schwierigen Phase einfach weiter meinem normalen Job nachgegangen bin. Das fühlt sich jetzt irgendwie falsch an.
Es tut weh zu sagen aber ja es fühlt sich falsch an Der Aufenthalt dort hat Spuren hinterlassen und ich frage mich ob mein unbewusstes weiterarbeiten in einer unsicheren Phase gerechtfertigt war.
Vielleicht war der Schaden gar nicht der Ort sondern mein inneres Bild davon wie stark ich helfen sollte und wann Pausen nötig sind.
Aus Sicht der Karriere hat mich der Aufenthalt krisenfest gemacht neue Blickwinkel gebracht und ein Netz geschaffen das auch ohne festen Job funktioniert.
Vielleicht habe ich den Sinn des Aufenthalts missverstanden und zu schnell wieder in den Alltagstrott des Jobs getreten.
Oder liegt der Schaden darin dass wir fragen ob Nutzen am Erfolg messbar ist?
Vielleicht geht es eher um Verantwortung gegenüber den eigenen Werten als um Gewinn oder Verlust und das macht es kompliziert statt klar zu reden.