Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass ich in meinem Freundeskreis immer häufiger die Rolle des Zuhörers einnehme. Eigentlich stört mich das nicht, ich mag es, für andere da zu sein. Aber irgendwie frage ich mich, ob das auf Dauer ausgewogen ist. Manchmal habe ich das Bedürfnis, auch mal etwas von mir zu erzählen, aber dann kommt direkt das nächste Problem der anderen auf den Tisch. Ich weiß nicht, ob ich einfach zu zurückhaltend bin oder ob sich da ein Muster eingeschlichen hat, das nicht wirklich gesund ist.
Das klingt ehrlich und ein wenig schwer du willst doch eigentlich auch mal deine eigene Stimme hören statt immer nur Zuhören
Vielleicht hat sich ein Muster eingeschlichen in dem dein Wunsch nach Ausgewogenheit dich dazu treibt eher zu fragen statt zu erzählen
Vielleicht verwechselst du stilles Zuhören mit fehlender Stimme und glaubst du müsstest jedes mal eine große Geschichte haben um gesehen zu werden
Muss das wirklich ein Problem sein?
Vielleicht geht es gar nicht um Balance sondern um Grenzen setzen und um das klare kommunizieren deiner eigenen Bedürfnisse
Vielleicht lässt sich das Ganze auch als Bild vom garten der freundschaften lesen das ständige Zuhören pflegt andere Pflanzen während die eigene noch Wasser braucht