Ich bin in letzter Zeit oft so erschöpft, dass selbst kleine Alltagsentscheidungen mich überfordern. Dabei schlafe ich eigentlich genug. Mir fällt auf, dass ich ständig gedanklich mit Situationen hadere, die schon vorbei sind, oder mir Szenarien ausmale, die wahrscheinlich nie eintreten werden. Diese mentale Erschöpfung fühlt sich an, als würde mein Gehirn nicht mehr abschalten können, selbst wenn ich eigentlich Ruhe habe. Kennt das jemand?
Ja, das kenne ich, dieses tiefe Erschöpfung, obwohl der Schlaf okay war, und das ständige Gedankenkreisen macht einen fertig. Es ist nervig, aber auch menschlich, dass das Gehirn nach Ruhe sucht und doch weiter rattert.
Vielleicht ist dein Gehirn in einem Modus, in dem es nicht zwischen Jetzt entspannt und Damals unterscheiden kann, und schon kleine Entscheidungen kosten plötzlich Energie.
Vielleicht hast du gar kein echtes Schlafproblem, sondern liebst die Gedankenspiele so sehr, dass du gar nicht mehr abschalten kannst, das ist fast romantisch, aber nervt.
Ich zweifle daran dass Schlaf allein die Lösung ist, vielleicht sind Erwartungen oder Reizüberflutung schuld, oder willst du dich nur bestätigt fühlen?
Eine Idee die man hören könnte ist Rumination als Konzept, also dieses ständige Durchdenken, und kognitive Überlastung, vielleicht geht es hier weniger um Schlaf sondern um wie dein Geist mit Szenarien umgeht, vielleicht ist es auch eine Einladung die Erwartungen zu prüfen.