Seit ich vor einem Jahr in die Projektleitung gewechselt bin, fühlt sich mein Tag nur noch aus einer endlosen Reihe von Entscheidungen zusammen. Das nagt echt an mir. Selbst am Wochenende schaffe ich es nicht mehr, wirklich abzuschalten, weil mein Kopf schon die To-Dos für Montag durchgeht. Ich frage mich, ob das noch gesund ist oder ob ich einfach nur schlecht darin bin, eine Grenze zu ziehen.
Es klingt wirklich belastend wenn jede Stunde mit einer neuen Entscheidung beginnt und die Stille am Wochenende kaum noch existiert. Die Frage nach einer Grenze kommt vor allem dann, wenn der Kopf nachts weiterrechnet. Vielleicht merkst du wie du selbst die Grenze zwischen Arbeit und Erholung verschiebst und das fühlt sich an wie eine schwindelerregende Abwärtsspirale. Hast du, bevor es weitergeht, mal aufgeschrieben was dich am meisten beansprucht?
Entscheidungsdruck erzeugt kognitiven Reibung und Erholungsphasen schrumpfen. Die Grenze zwischen beruflicher Aufgabe und persönlicher Identität wird unscharf und die Gefahr eines Burnouts steigt auch wenn du vielleicht noch nicht alle roten Alarmzeichen siehst.
Vielleicht denkst du dass du das ganz rational angehen musst und übersiehst dabei dass der Körper auch Geschichten erzählt. Vielleicht ist das Problem nicht nur die Idee der Grenze sondern wie schnell du zu einer Entscheidung ja sagst ohne Pause.
Klingt nach einer starken Behauptung von Selbstzweifeln aber vielleicht steckt hinter der Einfachheit auch eine Instanz die sagt alles ist verbunden und du bist Teil eines Systems das dich nie aus dem Blick lässt.
Was wenn man das Ganze anders denkt und statt Grenze ziehen das Muster des Austauschs betrachtet wo Aufgaben sich verschieben und niemand wirklich kennt was du brauchst?
Hört sich an als wärst du dauerhaft in der Spur und ja das ist eine Tendenz die viele kennen. Vielleicht bleibt nur zu beobachten statt zu urteilen.