Irgendwie stecke ich gerade fest. Meine letzten Illustrationen fühlen sich alle so steril an, als ob die Seele fehlt. Ich habe stundenlang an einer digitalen Malerei gesessen, die technisch eigentlich ganz okay ist, aber sie berührt mich überhaupt nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich zu sehr in den Werkzeugen und Ebenen ersticke, anstatt einfach zu zeichnen. Habt ihr das auch manchmal, dass eure Arbeit zu perfekt und glatt wirkt, aber dadurch irgendwie leer? Ich frage mich, wie ich wieder mehr von diesem ungeplanten, organischen Gefühl in meine Bilder bekomme, das ich von Skizzen in meinem alten Skizzenbuch kenne.
Ja das kenne ich. Wenn die Technik zu glatt wird fehlt die Seele die Bilder lebendig macht. Vielleicht ist das der Hinweis organisch statt perfekt
Vielleicht hängt es daran dass du zu sehr in Werkzeugen und Ebenen denkst und das eigentliche Zeichnen vergisst. Probiere eine Rohskizze mit der Hand und lasse die digitale Bearbeitung später kommen
Vielleicht suche ich in der Fragestellung nach organischem Gefühl und lese das als rohen Sketch Charakter während du eigentlich nach erzählerischer Tiefe suchst
Warum muss es überhaupt organisch klingen?
Vielleicht geht es weniger darum die Seele zu finden sondern die Erwartung zu verschieben statt Nachahmung einer echten Hand suche nach einem Rhythmus der sich wie eine Handschrift anfühlt
Eine Idee könnte sein das Fehlende als Material zu sehen statt zu bekämpfen und absichtliche Fehler als organische Anteile zu akzeptieren