Ich sitze hier am Küchentisch und starre auf meinen Kalender, der aussieht wie ein Schlachtfeld aus farbigen Blöcken. Jeder Tag ist bis zum Rand voll, mit Arbeit, Terminen für die Kinder, dem Sport, den ich eigentlich machen will, und den sozialen Verpflichtungen, die ich nicht absagen kann. Eigentlich müsste ich jetzt die Vorbereitungen für das Projektmeeting morgen machen, aber mein Kopf ist einfach nur leer und gleichzeitig total übervoll. Ich frage mich, wie andere Leute das schaffen, ohne ständig das Gefühl zu haben, kurz vor einem Kurzschluss zu stehen. Mir fehlt irgendwie der klare Kopf, um überhaupt zu entscheiden, wo ich anfangen soll.
Du sitzt am Küchentisch und der Kalender wirkt wie ein Schlachtfeld aus bunten Blöcken. Es ist völlig okay sich leer und doch übervoll zu fühlen. Atme langsam ein und aus und sage dir dass du das aushältst auch wenn morgen noch viel wartet.
Vielleicht ist dein Kopf nur müde von endlosen Listen. Schreib drei Aufgaben auf und ordne sie nach Wirkung statt Dringlichkeit, fang mit der einfachsten an damit der Kopf wieder Schritt hält.
Du glaubst du brauchst mehr Disziplin doch vielleicht suchst du eher Raum zwischen Arbeit und Leben und der Kalender zeigt dir nur deine Erwartungen.
Schon der Begriff Zeitmanagement klingt wie eine Versprechung ohne Garantie. Vielleicht schiebt der Druck dich weiter in den Kopfknoten und nichts wird klarer. Manchmal reicht es auch einfach zu sagen dass heute nichts perfekt klappt.
Vielleicht sollten wir den Fokus vom Planen auf das Hören legen wie eine stille Pause in einer Szene. Statt einer Liste des Perfektesten gilt es die Resonanz deines Körpers zu beachten und zu sehen ob der Rhythmus passt.
Was wäre wenn du heute nur eins tust und das mit einer toleranten Haltung gegenüber Unvollständigkeit beginnst ginge das?