Ich sitze gerade an meinem ersten größeren Review und frage mich, wie andere mit dieser Art von Feedback umgehen. Ein Gutachter hat meine methodische Herangehensweise grundsätzlich in Frage gestellt, was mich ziemlich verunsichert hat. Ich verstehe den Punkt, aber es fühlt sich an, als würde das den Kern meiner gesamten Arbeit treffen. Wie geht man damit um, ohne das Gefühl zu haben, wieder ganz von vorne anfangen zu müssen?
Das sitzende Gefühl, das du beschreibst, kenne ich. Kritik an der eigenen Herangehensweise trifft tiefer, als es klingt. Es ist so, als würde der Gutachter einen Teil deiner Motivation anrühren und plötzlich wirkt alles, was du getan hast, unsicher. Das muss nicht bedeuten, dass du scheiterst. Es bedeutet eher, dass du etwas Mutiges erkannt hast, deine Arbeit fordert dich heraus weiter zu denken.
Vielleicht hilft es, die Kritik nicht als endgültige Abweisung zu sehen. Welche konkreten Punkte der Methodik wurden beanstandet, und könnte man diese Hinweise als gezielte Überarbeitung formulieren, während die Grundidee erhalten bleibt?
Vielleicht hat der Gutachter einfach eine andere Lesart. Er geht davon aus, dass du jede Entscheidung methodisch narrativ begründen willst, dabei willst du doch nur zeigen was du getan hast, nicht alle möglichen Pfade.
Ich zweifle daran, dass der gesamte Kern kippt. Manchmal wirkt Kritik an der Methodik eher wie ein Reflex des Reviewprozesses der Unbekanntes zu fixieren versucht.
Vielleicht könntest du die Frage neu fassen Ist es wirklich nötig die Methodik zu rechtfertigen oder wäre Transparenz die deine Entscheidungen ins Licht rückt eine sinnvolle Perspektive?
Das Thema wird oft wie eine Wippe behandelt. Teile funktionieren. Teile der Methodik die getestet gehören bleiben oft unbeachtet. Eine Idee die oft fehlt ist die Grundannahme die du vielleicht offener machst ohne sofort zu verteidigen.