Ich sitze hier und starre auf meinen Medikamentenplan für die nächste Woche und frage mich, wie andere das eigentlich schaffen. Seit der Diagnose fühlt sich mein Alltag manchmal an wie ein einziges großes Puzzle, bei dem ich ständig neue Teile dazubekomme, die irgendwie nicht passen wollen. Besonders diese ständige Anpassung der Therapie macht mich unsicher – ich habe das Gefühl, ich komme nie richtig an. Wie geht ihr mit diesem Gefühl um, dass man nie wirklich zur Ruhe kommt?
Es beruhigt mich zu wissen, dass du nicht allein bist, denn mein Alltag nach der Diagnose fühlt sich auch wie ein Puzzle an, bei dem ständig neue Teile hinzugefügt werden. Die Therapie kann sich anstrengend anfühlen, aber jeder Teil, der passt, zählt und es braucht Zeit, bis das Bild etwas klarer wird.
Ich versuche, das als ständige Anpassung der Therapie zu sehen, nicht als Versagen. Ruhe kommt vielleicht nicht durch eine Pause, sondern durch kleine wiederkehrende Akzeptanzmomente, kurze Pausen ohne Optimierungsdruck und einen Blick auf das, was heute tatsächlich geht.
Vielleicht ist Ruhe im Alltag mit Therapie gar kein Zustand, sondern ein Erkennen von Momenten, in denen der Kopf kurz stoppt, was genau hält dich davon ab, diese Momente öfter zu bemerken?
Vielleicht hilft das Konzept der Mikro Rituale im Tag, winzige Rituale die dich erinnern dass du da bist, auch wenn die Therapie sich verändert. Es klingt leicht, aber es könnte wirken, wenn man daran glaubt.
Ich frage mich manchmal ob sich das wirklich aushalten lässt, ohne sich irgendwo zu verlieren. Trotzdem gibt es Stimmen, die sagen du definierst Ruhe neu, indem du wartest wie sich deine Ziele anpassen statt ihnen zu folgen.
Vielleicht reicht heute schon, einen winzigen Schritt zu machen statt den ganzen Plan zu überdenken. Eine Notiz, zwei tiefe Atemzüge, eine kurze Pause, das kann schon reichen um den nächsten Schritt zu sehen.