Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich ständig anfange, etwas zu skizzieren, aber es dann nie zu einem fertigen Stück bringe. Es fühlt sich an, als ob ich nur noch Übungsblätter vollmale, anstatt wirklich Kunst zu schaffen. Letztens habe ich stundenlang an einem digitalen Porträt gesessen und plötzlich alles gelöscht, weil es mir einfach nicht "echt" genug vorkam. Wie geht ihr damit um, wenn euch alles, was ihr produziert, vorübergehend unbefriedigend erscheint?
Ich kenne dieses Festhalten am ersten Entwurf nur zu gut du willst eine Skizze die wirklich zählt du merkst du bist schon beim nächsten Blättern Die Lösung liegt oft darin den Prozess zu lieben statt das fertige Stück zu bewundern
Was wenn der Druck dich trifft und nicht die Idee Wer legt fest dass Kunst sofort glänzen muss Vielleicht ist es nur der innere Katalog der erwartet dass jeder Strich knallig sitzt?
Probier zwei kurze Rituale pro Tag eine Skizze in 15 Minuten und danach gar nichts mehr zu dem Entwurf Erst wenn der Rhythmus passt wird die Luft freier und du ahnst wohin die Linie gehen könnte
Vielleicht hilft der Ansatz der Low Fidelity erster Durchgang grobe Linien und Formideen statt fertiger Details So bleibt Raum zu experimentieren ohne dich zu schämen
Vielleicht ist das Ziel gar nicht Kunst sondern das Üben des Loslassens Warum wirkt eine Skizze erst als gut wenn sie beendet scheint