Ich habe in letzter Zeit immer mehr das Gefühl, dass mein Zuhause einfach nicht mehr richtig zu mir passt. Die ganzen Dinge, die sich über Jahre angesammelt haben, fühlen sich plötzlich eher wie Ballast an. Ich frage mich, ob es anderen auch so geht und ob dieser Wunsch nach weniger und bewussterem Besitz vielleicht mehr ist als nur eine vorübergehende Stimmung.
Ja, das kenne ich. Wenn Erinnerungen an Dinge sich plötzlich wie Ballast anfühlen, kippt der eigene Ort aus dem Gleichgewicht. Vielleicht ist Minimalismus gar kein Trend, sondern eine Frage danach was uns wirklich Halt gibt.
Viele behaupten Minimalismus löst alles doch ich bleibe skeptisch und frage mich ob es wirklich mehr Ruhe bringt oder nur den Druck ersetzt.
Vielleicht ist das nur eine Phase oder ist Minimalismus wirklich die Lösung?
Hast du mal versucht einfach eine Ecke zu räumen und zu schauen wie sich der Rest verhält?
Vielleicht starte mit einer Minimalismus Übung und wähle einen Gegenstand aus frage dich ob er wirklich gebraucht wird und lasse ihn gehen als Experiment.
Vielleicht geht es nicht darum weniger zu besitzen sondern den Raum neu zu denken als Ort für Begegnungen statt für Dinge.