Manchmal frage ich mich, ob wir mit den vielen Terminen am Wochenende nicht komplett den Blick für das Wesentliche verlieren. Letztens saß mein Sohn einfach nur da und hat eine Schnecke beobachtet, und mir ist klar geworden, wie selten diese Momente der ungeplanten Entdeckung geworden sind. Irgendwie fehlt mir das Gefühl, dass wir als Familie einfach mal Zeit zum Durchatmen haben.
Es berührt mich wie dein Sohn die Schnecke beobachtet und vielleicht ist das Wesentliche das langsame Lauschen auf kleine Wunder die uns im Trubel entgehen.
Aus Sicht der Zeitplanung könnte man Terminlogik als Werkzeug sehen doch oft wird der Kalender zum Raumfresser und am Ende bleibt die Luft schwer.
Vielleicht verstehe ich deine Zeilen falsch und du meinst eher ein mentales Durchatmen als echte Zeitvermehrung.
Man könnte skeptisch fragen ob der Wunsch nach Ruhe nicht nur eine angenehme Geschichte ist die niemand so wirklich leben will.
Was wenn das ständige Planen das eigentliche Wesentliche verdunkelt und das Atmen erst in einer unkoordinierten Minute passiert?
Vielleicht reicht es zu sagen heute halte ich die Augen offen und lasse den nächsten Augenblick einfach so stehen.
Ich bleibe bei der Beobachtung der Schnecke und frage mich ob vielleicht der Weg wichtiger ist als der Plan.