Ich bin in letzter Zeit viel gelaufen, um fit zu bleiben, aber irgendwie fehlt mir dabei die Freude. Es fühlt sich mehr wie eine Pflicht an. Jetzt habe ich angefangen, einfach ohne Plan durch den Wald zu wandern, einfach nur um die Bewegung und die Stille zu genießen. Ich frage mich, ob dieser Ansatz überhaupt noch als richtiges Training zählt, oder ob ich damit irgendwie meinen eigenen Fortschritt sabotiere.
Es ist okay dass dir die Freude gerade fehlt. Trainingspläne funktionieren oft nur wenn der Spaß dabei ist. Vielleicht ist dein Waldweg einfach eine andere Form von Training die dir Ruhe gibt und trotzdem fit hält.
Vielleicht misst du Fortschritt zu sehr an Kilometern und Puls. Bewegung in Stille kann Training sein nur mit anderer Qualität. Du könntest prüfen ob dein Puls in einer entspannten Zone bleibt oder ob dir Erholung wichtiger ist als Intensität.
Wenn du im Wald ohne Plan wanderst könnte man sagen kein Training doch jede Bewegung aktiviert Muskeln Atmung und Gleichgewicht das widerspricht dem Bild von Training als strengem Intervallprogramm.
Ich bin skeptisch dass strikte Regeln wieder die Lösung sind. Vielleicht brauchst du kein neues Programm sondern eine Pause von der Erwartung dass Training immer kräftezehrend sein muss.
Vielleicht geht es eher um eine Beziehung zum eigenen Körper statt um harte Kennzahlen. Regeneratives Training im Wald also Bewegungen die Erholung ermöglichen könnte eine neue Perspektive sein ohne dass du dich an strenge Pläne klammerst.
Was wenn Training bedeutet regelmäßig in Bewegung zu bleiben und dabei die Freude sucht statt Planfestigkeit?