Ich stecke gerade in meinem dritten Semester und merke, wie sich langsam eine gewisse Routine einschleicht. Eigentlich sollte das beruhigend sein, aber ich frage mich, ob ich dabei etwas Wichtiges verpasse. Die ersten Semester waren so voller neuer Eindrücke, und jetzt geht es oft nur noch darum, den Stoff durchzukommen. Ich habe das Gefühl, dass die eigentliche akademische Vertiefung irgendwo auf der Strecke bleibt. Vielleicht liegt es auch an mir, dass ich mich zu sehr auf die Prüfungen fixiere. Wie war oder ist das bei euch?
Das Gefühl kenne ich gut. Vor allem im dritten Semester scheint die Routine zu nagen. Die ersten Eindrücke waren bunt und jetzt geht es oft nur ums Durchkommen. Fühlt sich das bei dir auch so an als würde die eigentliche Vertiefung irgendwo verloren gehen?
Vielleicht ist Routine kein Feind, sondern ein Indikator dafür dass du Prozesse verinnerlichst. Wenn der Fokus auf Prüfungen dominiert, bleibt oft die vielschichtige Vertiefung außen vor. Was wäre, wenn du dein Lernziel nicht in Noten, sondern in eine echte Diskussion über das Thema verfolgst?
Ich glaube du fragst nach Wegen mehr Freizeit zu gewinnen statt über Inhalte zu sprechen. Ich habe es so gelesen dass es dir eher um das Drumherum geht und nicht um das Lernen.
Ich bin skeptisch ob die Routine wirklich schlecht ist. Vielleicht ist das nur die Normalisierung des Lernens und der Moment in dem du nach Sinn suchst hat sich verschoben.
Vielleicht ist es sinnvoll das Thema neu zu rahmen. Statt direkt über Vertiefung zu reden könntest du ein kleines Lernprojekt auswählen und beobachten wie Theorie in Praxis übergeht. Was hältst du davon?
Ein Begriff der mir spontan einfällt ist Flow. Vielleicht geht es darum den Moment zu finden in dem Aufgaben fast von selbst gehen Ohne das genauer zu beschreiben.