Ich habe mir letztens die Frage gestellt, ob ich eigentlich noch wirklich etwas schaue oder nur noch durch die endlosen Kataloge scrolle. Früher hatte ich meine zwei, drei Lieblingsserien und das war’s. Jetzt verbringe ich gefühlt mehr Zeit damit, Trailer anzuschauen und Listen zu vergleichen, als mich einfach mal auf eine Sache einzulassen. Das ständige Wechseln zwischen den Anbietern macht es irgendwie nicht besser. Kennt das jemand?
Ja das kenne ich zu gut. Der Streamingkonsum fühlt sich an wie eine unsichtbare Fernbedienung die ständig neue Kanäle aufmacht und nie zufrieden ist. Früher hatte ich zwei Lieblingsserien und jetzt scrolle ich durch Trailerlisten und frage mich wann ich mal bei einer Sache bleibe.
Ich glaube es geht weniger um Auswahl als um Struktur. Die Kataloge sind so aufgebaut dass Nein sagen schwer fällt. Der nächste Trailer klingt schon wieder anders und der Algorithmus macht mit. Vielleicht ist es ein Muster im Streamingkonsum das uns dreht aber keine Entscheidung liefert.
Vielleicht verstehe ich dich falsch, aber für mich wirkt es so als ginge es nicht nur um Serien sondern um das Gefühl dass jemand anderes entscheidet was gut ist. Die Leichtigkeit des Entschlusses scheint verloren und irgendetwas in der Geräuschkulisse treibt uns weiter.
Was ist wenn der Druck immer Neues zu sehen wirklich sinnvoll ist? Vielleicht geht es eher darum wie man Geschichten bewusst konsumiert statt sich von Listen treiben zu lassen.