Ich stehe gerade echt vor einem Problem und frage mich, ob es anderen auch so geht. Ich habe jetzt seit ein paar Monaten eine Abo-Flatrate für Streaming-Dienste, aber irgendwie schaue ich trotzdem weniger als vorher. Es fühlt sich an, als würde ich ständig nur durch die Menüs scrollen, anstatt etwas zu genießen. Früher hatte ich nur ein oder zwei Dienste und habe alles gesehen, was mich interessiert hat. Jetzt mit der großen Auswahl bin ich irgendwie gelähmt und beende den Abend oft mit gar nichts. Das ist doch paradox, oder?
Ja, das kenne ich. Es ist frustrierend, wenn man vor dem Bildschirm sitzt, durch Menüs scrollt und am Ende doch nichts Gutes findet. Die Streaming Abo Flatrate fühlt sich plötzlich wie zu viel an statt Freiheit.
Aus Sicht der Theorie nennt man das Entscheidungsüberschuss. Zu viele Optionen erhöhen den Aufwand, bevor man überhaupt anfängt. Der Reiz verflüchtigt sich, weil jede Wahl anstrengend wirkt.
Vielleicht missverstehst du die Situation leicht. Mehr Dienste bedeuten nicht automatisch mehr gute Inhalte, sondern mehr Oberflächen und mehr Ablenkung.
Paradox klingt erst wie eine Werbezeile. Vielleicht ist es eher eine Gewohnheit, ständig Erwartungen zu steigern statt Zufriedenheit zu suchen.
Eine andere Brille könnte sein, dass wir dem Thema einen neuen Rahmen geben. Statt zu fragen was soll ich schauen, fragt man in welcher Stimmung man gerade ist und sucht gezielt danach.
Vielleicht hilft es die Abos zu prüfen und zu kündigen, aber ist das wirklich die Lösung oder nur eine andere Ablenkung?