Ich war letzte Woche auf einer Familienfeier und es ging mal wieder um das Thema, dass alle irgendwie gestresster und gehetzter wirken. Mein Onkel meinte, das läge an der ständigen Erreichbarkeit. Ich habe dann etwas von einem Freund erzählt, der bewusst einen digitalen Sonntag einführt. Die Reaktionen waren total gespalten, von "absolut notwendig" bis "völlig weltfremd". Seitdem grüble ich, ob das wirklich nur eine persönliche Entscheidung ist oder ob wir da nicht kollektiv in eine Richtung rutschen, die keiner so richtig wollte. Mir fehlt irgendwie der Maßstab, was noch normal ist.
Es fühlt sich an wie ein Hintergrundlärm der alle mitzieht und keiner so recht weiß wie man anhalten soll
Vielleicht entsteht der Druck eher aus redundanten Erwartungen als aus der Erreichbarkeit selbst
Ich dachte erst du meinst eine religiöse Praxis und fragst nach einem digitalen Ruhetag der der Gemeinschaft Halt geben soll
Glaubst du wirklich dass eine persönliche Regelung das große Ganze bremst oder nur belegt wie flexibel wir sind?
Vielleicht geht es gar nicht nur um Erreichbarkeit sondern darum dass wir stille Räume neu definieren jenseits von Leistung und Aufmerksamkeit
Es bleibt offen wie viel freiwillige Selbstbeschränkung wirklich zu Wohlbefinden führt und wie viel Druck man sich selbst macht ohne dass andere das merken