Ich bin eigentlich ein Morgenmensch, aber seit ein paar Wochen stehe ich auf und fühle mich direkt erschlagen von der To-Do-Liste, die in meinem Kopf herumschwirrt. Statt mit einer Tasse Kaffee in Ruhe wach zu werden, hetze ich gedanklich schon durch den Tag. Das zerstört total meine morgendliche Routine. Irgendwie fehlt mir diese erste Stunde, die nur mir gehört. Geht das jemandem ähnlich? Wie schafft ihr es, diesen mentalen Lärm am Morgen auszublenden?
Ja das kenne ich gut. Ich wache auf und die Gedanken wirbeln wie Wolken über der To do Liste und die Ruhe der ersten Stunde ist verschwunden. Meine Morgenroutine fühlt sich oft wie ein Sprint an statt wie ein sanfter Start. Vielleicht hilft es dir zu akzeptieren dass der Kopf noch arbeitet und dir dann eine kurze Pause zu gönnen bevor du die ersten Aufgaben zulässt.
Aus Sicht der kognitionsforschung macht es Sinn den Kopf zu entlasten statt ihn alles behalten zu lassen. Ein einfacher Weg ist eine kurze Atemübung gefolgt von einer Handvoll Notizen. Schreibe drei Dinge die heute wichtig sind und halte sie kurz fest. Danach gieße Kaffee und lass den Blick für einen Moment ruhen.
Vielleicht ist der Lärm kein echtes Problem der Morgenroutine sondern eine Folge von unrealistischen Erwartungen. Manchmal klingt es sinnvoller die Vorstellung von einem perfekten Start ganz beiseite zu legen und mit einem kleinen Schritt zu beginnen. Wer sagt dass Ruhe der Normalzustand am Morgen sein muss.
Wolltest du heute einfach mal beobachten wie der Gedanke kommt und wieder geht?
Vielleicht hilft es den Lärm als Signal zu sehen statt als Feind. Er zeigt dir was dir wirklich wichtig ist und was du ignorierst. Vielleicht macht es Sinn den Morgen zu nutzen um herauszufinden was wirklich wichtig ist statt zu rennen.
Kurze Idee zuerst hinsetzen Kaffee trinken drei tiefe Atemzüge nehmen und dann zwei Dinge festhalten die heute wirklich nötig sind.