Ich nehme seit ein paar Wochen ein neues Antidepressivum und merke, dass ich tagsüber einfach nicht mehr richtig wach werde. Mein Arzt meinte, das könnte sich legen, aber ich sitze im Büro und kämpfe regelrecht gegen dieses bleierne Gefühl an. Irgendwie fühlt es sich an, als wäre ich den ganzen Tag im Halbschlaf. Hat jemand ähnliches durchgemacht, als er mit der Einnahme begonnen hat?
Ja das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ein neues Antidepressivum macht tagsüber oft wie Watte im Kopf und hast du auch so einen endlosen Tunnel im Kopf?
Es kann ein Anfangseffekt sein der sich mit der Zeit legt oder eine Begleiterscheinung der Einstellphase. Oft hilft es die Einnahmezeit zu prüfen oder mit dem Arzt über eine leichte Anpassung zu reden.
Ich dachte zuerst du meinst du brauchst einfach mehr Kaffee statt Medikation. Müdigkeit kommt aber auch wenn der Alltag dich niederdrückt.
Vielleicht ist es auch nur Einbildung und der Jobdruck macht dich müde aber das Medikament wird da vielleicht gar nicht schuld sein das kann trügerisch wirken.
Vielleicht geht es darum die Frage neu zu stellen Was bedeutet Wachheit im Büroalltag eigentlich und welches Gleichgewicht zwischen Ruhe und Aktivität wäre sinnvoll?
Man könnte vom Konzept der Allostase sprechen also wie der Körper sich an neue Erwartungen anpasst aber das führt nicht zu einer Lösung wichtig bleibt dass jemand mit dir darüber spricht statt auf eine perfekte Heilung zu warten.