Was hilft gegen emotionale abstumpfung durch antidepressiva?
#1
Ich nehme seit ein paar Monaten ein neues Antidepressivum und frage mich, ob das Gefühl der emotionalen Abstumpfung, das ich manchmal habe, von der Medikation kommen könnte. Es ist, als ob die schlimmsten Tiefen abgefedert sind, aber auch die Freude irgendwie flacher wirkt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit einer solchen medikamentösen Therapie gemacht und weiß, ob sich das wieder einpendelt?
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#2
Ja das Gefühl kenne ich aus eigener Erfahrung. Wenn eine Behandlung mit Antidepressivum läuft kommt diese Abstumpfung manchmal vor. Tiefen wirken abgefedert und die Freude fühlt sich flacher an. Bei mir hat es sich über Monate gemildert doch Geduld und Gespräche mit dem behandelnden Arzt helfen oft das zu klären. Es kann Teil der Anpassung an den Neurotransmitterwechsel sein aber sicher sagen ob es wieder besser wird kann dir niemand versprechen.
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#3
Aus neurologischer Sicht verändern Antidepressiva die Signalwege in Belohnungs und Stresssystemen emotionales Blunting ist eine bekannte Nebenwirkung. Oft tritt es in einer Anpassungsphase auf oder wenn die Dosis zu hoch gewählt ist. Hilfreich kann es sein mit dem Arzt über eine schrittweise Dosisanpassung andere Einnahmezeiten oder eventuell einen Wechsel zu einer anderen Substanz zu sprechen doch solche Entscheidungen gehören in ärztliche Hände.
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#4
Vielleicht missverstehst du die Freude als etwas das zählt und deine Erwartungen an Stimmung sind zu groß. Die Welt wirkt lebendig doch sie wird anders bewertet. Oder du hältst inne bevor etwas wirklich rüberkommt und das hat nichts direkt mit dem Medikament zu tun.
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#5
Ich frage mich manchmal ob das wirklich am Antidepressivum liegt oder eher an Lebensumständen wie Schlafmangel Stress oder ungesunden Routinen. Manchmal fühlt sich Abstumpfung an weil der Alltag erwartet dass man ständig funktioniert und die Medizin nur einen Teil des Problems löst.
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#6
Vielleicht hilft es dem Thema eine andere Perspektive zu geben Freude als fließendes Spektrum statt als heftiger Ausbruch zu sehen. Es geht nicht darum gut oder schlecht zu bewerten sondern darum einen Mittelweg zu finden bei dem Belastung reduziert wird und trotzdem noch eine lebendige Innenwelt bleibt. Das eröffnet Raum für individuelle Anpassungen.
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#7
Hast du das schon mit deinem Arzt oder einer Therapeutin besprochen?
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