Ich stehe gerade echt vor einem Problem und frage mich, ob es anderen auch so geht. Seit ein paar Monaten habe ich das Gefühl, dass ich mehr Zeit damit verbringe, etwas zum Anschauen zu suchen, als tatsächlich etwas zu schauen. Gestern Abend habe ich fast eine Stunde zwischen den verschiedenen Apps hin- und hergewechselt, nur um dann doch wieder eine alte Folge einer Serie zu starten, die ich schon kenne. Irgendwie fehlt mir dieses Gefühl, mich wirklich auf einen Film oder eine Serie freuen zu können. Wie geht ihr mit dieser Art der Entscheidungsmüdigkeit um?
Ich kenne das Gefühl der Entscheidungsmüdigkeit vor dem Bildschirm und dass die Suche oft mehr Zeit frisst als das eigentliche Schauen.
Manchmal denke ich dass das Durchklicken selbst eine Art Ritual ist und das eigentliche Sehen nur Nebensache bleibt.
Vielleicht reicht es schon den Druck rauszunehmen und einfach eine Folge zu starten auch wenn es nur aus Langeweile ist.
Andere raten Listen oder Pausen doch das setzt oft noch mehr Erwartungen in geringe Entscheidungen.
Was wenn der Kern nicht das Sehen selbst ist sondern die Erwartung dass jede Minute perfekt sein muss?
Vielleicht erschafft das Thema einen neuen Rahmen der sagt heute geht es gar nicht darum zu glänzen sondern sich zu beobachten.
Ich frage mich ob ich eigentlich nur Ruhe brauche oder echte Neugier wiederkommen will.