Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich das Gefühl habe, meine Bilder werden immer gleich. Ich male viel mit Acryl und experimentiere mit Strukturpasten, aber irgendwie fehlt die Frische. Letztens habe ich angefangen, mit Sand und kleinen Fundstücken von Spaziergängen zu arbeiten, was für einen Moment aufregend war. Jetzt frage ich mich, ob ich vielleicht zu sehr in meiner eigenen kleinen Welt hänge und den Blick für neue Impulse verliere. Wie geht ihr damit um, wenn alles ein bisschen eintönig wird?
Das kenne ich nur zu gut. Wenn die Pinselstriche irgendwann wie dieselbe Melodie klingen, suche ich nach einem Funken Frische und merke doch oft nur, wie sich der Raum in Gewohnheit verwandelt.
Vielleicht hilft eine kurze Provokation der Gewohnheit wie drei Farben eine Sitzung lang zu verbannen oder mit einer anderen Unterlage zu arbeiten. Auch das Arbeiten mit Zeitdruck oder zufälligen Vorgaben kann neue Blickwinkel schaffen.
Du willst also wissen wie man die Malerei beschleunigt damit man schneller Ergebnisse sieht, oder? Damit übersieht man vielleicht den tieferen Sinn des langsamen Ausprobierens.
Vielleicht ist es auch in Ordnung, wenn es gerade etwas monoton bleibt, die Welt braucht nicht immer neue Farben.
Vielleicht ist das Thema eher eine Frage der Wahrnehmung statt der Techniken, vielleicht geht es um das innere Tempo.
Vielleicht ist das Zufallsprinzip ein Konzept das man nebenbei laufen lassen sollte ohne es sofort zu erklären.