Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich eigentlich viel zu erzählen hätte, aber jedes Mal, wenn ich mich hinsetze, um etwas zu schreiben, wird es so überladen. Es fühlt sich an, als müsste ich jedes Projekt mit einer großen, perfekten Botschaft aufladen, und das tötet einfach die Freude. Dabei geht es mir doch eigentlich nur ums Machen. Wie geht ihr damit um, wenn eure kreative Arbeit zu sehr von diesem Druck beherrscht wird, etwas "Bedeutungsvolles" zu schaffen?
Ich kenne das nur zu gut. Der Druck eine Bedeutung zu treffen lähmt, und statt zu machen hängt man im Kopf fest. Versuch doch mal zu schreiben ohne auf Perfektion zu achten, nur drei Sätze, egal ob sie schief klingen. Manchmal reicht schon ein winziger Funke und der Weg wird leichter.
Vielleicht ist Bedeutung eher ein Narrativ als ein Ziel. Wenn du statt einer großen Botschaft kleine Versuche machst, kann das System der Erwartungen bröseln und die Freude kehrt zurück.
Vielleicht ist der ganze Sinn nur eine Geschichte die andere erzählen wollen. Wer bestimmt was wirklich sinnvoll ist und ob eine Idee sofort glänzen muss.
Denk mal an Entwürfe statt an endgültige Lösungen und lass die Idee sich erst einmal frei entwickeln.
Was passiert wenn du das Projekt als Serie von kurzen Mini Momenten behandelst und am Ende nur einen Satz hast?
Vielleicht geht es weniger um Bedeutung im großen Sinn als um Vertrauen in den Prozess und die Freude am Machen.