Ich sitze gerade wieder vor einer neuen Leinwand und starre sie an, weil ich das Gefühl habe, in einer künstlerischen Sackgasse festzustecken. Alles, was ich in letzter Zeit anfange, wirkt irgendwie steif und vorhersehbar, als würde ich nur noch alte Muster abspulen. Früher hatte ich immer so einen spielerischen Flow, wenn ich mit Tusche gearbeitet habe, aber der ist einfach weg. Jetzt frage ich mich, ob ich vielleicht zu verkopft bin und ob es anderen auch so geht, wenn sie eine Weile zeichnen.
Du sitzt vor der Leinwand und fühlst dich festgefahren. Der Flow ist weg und alles wirkt steif. Das passiert selbst bei Künstlern, die früher jeden Strich als Spiel empfunden haben. Vielleicht braucht dein Blick einfach eine Pause oder eine andere Perspektive damit sich das wieder lockert.
Vielleicht hängt es mit Gewohnheiten zusammen. Wenn du immer wieder denselben Pinselstrich erwartest, wiederholst du unbewusst Muster statt zu experimentieren. Ein kleiner Versuch mit einer anderen Technik oder einem anderen Material könnte neue Reize schaffen.
Vielleicht verstehst du die Situation falsch und es ist nicht der Flow das Problem sondern die Angst da zu scheitern. Wenn du dich zu ernst nimmst schränkt das die Freiheit ein. Versuch mal eine spielerische Übung mit keinem Ziel statt eine fertige Arbeit zu planen.
Muss immer ein fertiges Bild rauskommen oder ist es ok wenn es sich langsam entfaltet?
Vielleicht sollst du das thema neu rahmen statt es zu lösen. Versuch eine Aufgabe die mit der Leinwand nichts direkt zu tun hat wie blindzeichnen oder mit Wasserfarbe ohne Planung. So schleicht sich spielerischer Flow wieder ein und du erkennst neue Beziehungen zwischen Tusche und Form