Ich nehme seit einigen Wochen ein neues Antidepressivum und habe das Gefühl, dass es mir grundsätzlich hilft. Allerdings fällt es mir seitdem extrem schwer, morgens aus dem Bett zu kommen, fast so, als wäre ich in Watte gepackt. Mein Arzt meinte, das könnte eine vorübergehende Anpassungsreaktion sein. Ich frage mich, ob andere diese Art von Müdigkeit auch kennen, gerade in der Einstellungsphase, und wie sie damit umgehen.
Es klingt echt herausfordernd. Antidepressivum in der Einstellungsphase macht viele morgens schwer wach, fast als würde Watte deinen Kopf füllen. Es ist verständlich zu hoffen, dass es vorübergehend ist, auch wenn es müde macht. Vielleicht hilft es, kleine Rituale am Morgen zu etablieren, auch wenn sie nur kurz sind.
Viele berichten in der Einstellungsphase von veränderter Wachheit am Morgen. Ein sedierender Nebeneffekt des Antidepressivums oder eine Begleitreaktion des Schlafrhythmus? Es kann helfen die Einnahmezeiten zu prüfen und morgens helles Licht zu nutzen.
Vielleicht ist das nicht einfach ein Medikamentseffekt sondern dein Körper probiert neue Muster aus. Müdigkeit könnte auch ein Hinweis darauf sein wie stark dein Alltag dich beansprucht oder wie gut der Schlaf ist. Wer weiß.
Statt nur auf Müdigkeit zu schauen könntest du das Thema Routine neu rahmen. Die ersten Stunden nach dem Aufstehen als Phase sehen in der der neue Zustand sich findet, vielleicht mit sanften Bewegungen oder frischer Luft als Anker.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung manchmal reicht frische Luft und eine kurze Pause damit der Tag leichter wird.
Eine Idee der Fachsprache nennt sich Anpassungsreaktion des Nervensystems. Dabei kann es zu Müdigkeit kommen ohne klare Ursache.