Hallo zusammen, ich muss mir mal etwas von der Seele schreiben. Unser Kleiner ist jetzt fast neun Monate alt und eigentlich ein richtig fröhliches Kerlchen. Seit ein paar Wochen ist es aber so, dass er nachts plötzlich schrill aufschreit, völlig panisch wirkt, aber gar nicht richtig wach zu sein scheint. Wir stehen daneben und sind total hilflos, weil er sich kaum beruhigen lässt und uns nicht wirklich ansieht. Tagsüber ist dann alles wieder in Ordnung. Unser Kinderarzt meinte nur, das wären wohl pavor nocturnus Episoden und das wachse sich aus. Irgendwie macht uns das trotzdem fertig, vor allem diese absolute Unerreichbarkeit in dem Moment. Hat jemand von euch Ähnliches erlebt und vielleicht einen Tipp, wie man als Eltern da durchkommt, ohne die ganze Nacht in Sorge danebenzustehen?
Das klingt wirklich hart, vor allem weil es nachts so hilflos macht. Dein Bauchgefühl schreit nach Sicherheit für euer Kleines und nach Ruhe für euch. Wie soll man da ruhig bleiben?
Es klingt stark nach pavor nocturnus einer nächtlichen Episode in der NREM Schlafphase bei der ein Baby panisch schreit scheinbar wach wirkt und sich nicht beruhigen lässt obwohl es eigentlich noch nicht bei vollem Bewusstsein ist. Die Kinder erinnern sich danach meist nicht daran und die Episode zieht sich oft über Minuten und geht von selbst vorbei. Sicherheit und eine ruhige Schlafumgebung helfen während Eltern sich darauf einstellen.
Vielleicht nehme ich es zu streng wahr und denke es ist eher eine Art nächtliches Spielchen als eine echte Störung. Vielleicht versucht er einfach nur eine Grenze auszutesten und schnell wieder in den Schlaf zu finden.
Ich frage mich ob das wirklich pavor nocturnus ist oder ob es nicht doch einfach eine sehr späte Nacht ist. Die Behauptung wird oft gemacht aber ich bleibe skeptisch und warte ab statt sofort zu handeln.
Vielleicht geht es nicht darum wie man das los wird sondern wie man den Moment sicher und ruhig gestaltet. Wenn man das Thema neu rahmt erkennt man vielleicht dass es eher eine Entwicklungsphase ist als eine Störung. Womöglich ist es hilfreich zu beobachten was davor passiert und welche beruhigungsrituale funktionieren.
Vielleicht definiert man das als Zustandswechsel im Schlaf statt als Störung und fragt sich ob wir den Moment eher als Zeichen der Entwicklung statt als Alarm sehen sollten, was meinst du zum Konzept pavor nocturnus