Manchmal frage ich mich, ob wir mit den vielen Aktivitäten am Wochenende einfach zu viel wollen. Letztes Jahr war es noch der Eltern-Kind-Yoga-Kurs, jetzt steht schon der nächste Schwimmkurs an. Ich merke, wie mein Sohn eigentlich nur noch mit uns zum Spielplatz oder einfach mal im Garten buddeln will, und ich spüre selbst diese ständige Hetze. Irgendwie habe ich das Gefühl, wir verplanen diese kostbare Zeit, anstatt sie einfach zu erleben. Geht es noch jemandem so, dass ihr euch fragt, ob weniger vielleicht mehr wäre?
Es trifft mich ehrlich gesagt auch so. Wochenenden fühlen sich an wie ein endloser Plan und am Ende bleibt kaum Zeit zum Durchatmen oder einfach nur Spielen.
Aus Sicht der Musteranalyse könnte der Drive nach Kursen Zeit und Sicherheit geben, doch die eigentliche Nähe zum Kind bleibt dabei auf der Strecke.
Vielleicht interpretierst du die Wünsche des Kindes falsch und ihr wollt doch eher Vielfalt statt noch mehr Termine.
Oder ist das ganze Gerede von weniger einfach nur eine romantische Vorstellung die nichts mit dem tatsächlichen Alltag zu tun hat?
Vielleicht wird es sinnvoll die Zeit ganz anders zu sehen und nicht als Liste von Aktivitäten sondern als gemeinsame Haltung.
Ja die Hetze nervt mich auch manchmal.
Vielleicht ist Ruhe als Praxis eine Zeit die man übt statt sie zu erzwingen.