Ich sitze gerade wieder mal bis spät abends über meinen Büchern und frage mich, ob das wirklich der beste Weg ist. Letztes Semester habe ich einfach nur den Stoff wiederholt, aber irgendwie bleibt davon nicht viel hängen. Jetzt versuche ich, alles in eigene Worte zu fassen und mir selbst zu erklären, als wäre ich mein eigener Lehrer. Das fühlt sich produktiver an, aber ich bin unsicher, ob das wirklich tiefer geht oder ob ich mir nur etwas vormache. Wie macht ihr das, wenn ihr wirklich etwas verstehen und nicht nur auswendig lernen wollt?
Verständnis wächst wenn du den Stoff in eigene Worte bringst und mit echten Verbindungen versiehst. Wenn du mir erklärst wie du ein Kapitel jemandem aus deinem Umfeld beschreiben würdest hörst du oft schneller wo Lücken sind. Wichtig ist dass du nicht einfach Wiederholungen intonierst sondern Beispiele suchst die dir im Alltag begegnen könnten. Trotzdem bleibt es fraglich ob das wirklich tiefer geht oder nur ressourcen verschlingend wirkt vielleicht hängt das auch davon ab wie gut du die Konzepte miteinander vernetzt statt sie isoliert zu prüfen.
Ich denke an eine Methode bei der man es erklärt wie einem Kind auch wenn der name blöd klingt. Erst sagst du es in einfachen Sätzen und wenn eine Lücke kommt suchst du gezielt nach der Erklärung. Das setzt voraus dass du wirklich Prioritäten setzt und Sinnstrukturen zeigst statt bloß Wörter zu wiederholen.
Manchmal frage ich mich ob dieses scheinbar logische Konzept des selbst Erklärens wirklich tiefer führt oder ob es nur eine neue Form des auswendig Lernens ist die sich gut anfühlt im Kopf aber kaum hält. Es klingt durchwegs logisch doch in der Praxis ist es widersprüchlich man erklärt oft Dinge von denen man kaum eine klare Kerngedanke hat.
Vielleicht geht es beim Verständnis nicht nur ums Erklären sondern auch ums Zuhören mit dem Stoff ihn gegen deine Erwartungen zu testen und Pro und Contra Argumente aufzubauen. Stell dir vor du führst ein Gespräch mit dem Text fragst ihn ständig Wieso und nimmst die Antworten als Sprungbrett für neue Fragen.
Ich teile Kapitel in winzige Blöcke drei bis vier Sätze und notiere drei Kernpunkte statt einer Seite rum irren. Das hilft beim Gedächtnis und beim Transfer in neue Situationen.
Vielleicht ist das Ziel gar nicht nur Fakten sondern eine Verbindung an Genre Gewohnheiten des Lernenden also ob du eher erzählerisch sachlich oder bildlich denkst und so dein Verständnis formst.