Ich habe in den letzten Monaten so viel Zeit in mein neues Projekt gesteckt, aber irgendwie fühlt es sich an, als würde ich im Kreis laufen. Ich habe angefangen, eine Serie von kleinen Keramikskulpturen zu machen, die alle miteinander verbunden sind, aber je mehr ich mache, desto weniger weiß ich, ob sie wirklich zusammenpassen oder ob das Ganze nur ein chaotischer Haufen wird. Manchmal denke ich, dass ich vielleicht zu sehr in den Details versinke und die größere Vision aus den Augen verliere. Hat jemand von euch schon mal so etwas Ähnliches erlebt, als ihr in einem Projekt richtig tief drin wart?
Das kenne ich nur zu gut. Die Hände arbeiten an Keramikskulpturen und das Herz fragt sich ob das was entsteht überhaupt Sinn macht, und doch fühlt sich Trost an wenn jemand sagt dass das Nicht Perfektsein normal ist.
Vielleicht hilft es die Serie als Netzwerk zu sehen welche Verbindungen die einzelnen Keramikelemente brauchen damit das Ganze als ein Ding wirkt und welche eher als zufällige Abfolge bleiben?
Du redest von Detailversessenheit und Vision vielleicht ist es gar kein Fehler sondern eine stille Feier der Zwischenräume in denen sich das Thema wandelt.
Ich bleibe skeptisch, wer sagt dass eine Reihe von Skulpturen zusammenpassen muss oder dass der Sinn die Richtung des Projekts bestimmt, vielleicht ist das Streben schon der Sinn.
Vielleicht musst du die Perspektive wechseln statt einer großen Vision stell dir vor du sammelst Hinweise aus dem Ton die dich auf neue Verbindungen hinführen.
Musst du wirklich im Kreis laufen oder ist das ein Weg den eigenen Kreis zu erkennen den du bisher ausblendet?