Ich habe letzte Woche in einer Diskussion bemerkt, dass ich fast automatisch die gleichen Argumentationsmuster wie meine Eltern verwende, obwohl ich in vielen Punkten eigentlich anderer Meinung bin. Es hat mich echt nachdenklich gemacht, wie viel von dem, was wir für unsere eigene Haltung halten, eigentlich internalisierte Familienmuster sind. Ich frage mich, ob anderen das auch so geht und wie man da überhaupt anfängt, die eigenen Gedanken zu sortieren.
Das kenne ich gut ich merke oft dass ich in Diskussionen unbewusst die gleichen Formulierungen wie meine eltern benutze und das trifft mich mehr als ich zugeben will
Diese beobachtung ist der erste schritt zur selbstreflexion und sie zeigt wie stark die herkunft unsere argumente formt ohne dass wir es merken
Vielleicht glaube ich dass ich schon frei von den mustern bin doch die alltägliche praxis beweist mir ständig das gegenteil und ich bin mir unsicher was wirklich zu mir gehört
Man kann auch skeptisch sein und sehen ob diese muster wirklich neu bewertet werden müssen oder ob es genügt sie als farbe im eigenen denken zu akzeptieren
Vielleicht sind muster kein fesseln sondern ein toolkit das man je nach lage einsetzen kann
Was würdest du tun wenn du beginnst deine eigenen gedanken stärker zu hören statt der inneren stimme deiner familie und du nicht sofort eine lösung suchst sondern einfach beobachtest wie sich die stimmung verschiebt?