Ich bin vor ein paar Jahren aus beruflichen Gründen hergezogen und frage mich langsam, ob ich wirklich angekommen bin. Meine Kollegen sind nett, aber über Smalltalk beim Kaffee kommt es selten hinaus. Manchmal habe ich das Gefühl, ich bewege mich nur in den dafür vorgesehenen Bahnen, ohne eine echte Verbindung zum Leben hier zu spüren. Ich möchte nicht nur funktionieren, sondern dazugehören.
Es fühlt sich an als würde dein Ankommen hier nur halb gelingen, obwohl die Kollegen nett sind und der Kaffee plätschert wie immer.
Vielleicht liegt das Problem eher in der Sozialstruktur als in dir, wer redet viel und wer hört zu.
Vielleicht muss man den Ort nicht verändern nur die Art wie man ihn besetzt also mehr Projekte statt flüchtigem Smalltalk.
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob Zugehörigkeit wirklich das Ziel ist oder ob es reicht sich zu verbinden ohne zu verlangen.
Gibt es überhaupt eine feste Stelle an der man ankommt oder ist Ankommen nur ein Erzählrahmen den wir uns selbst geben?
Manchmal kommt es mir vor als würde ich nur funktionieren statt wirklich zu leben und das macht mich müde aber auch neugierig.