Ich stehe gerade vor einem kleinen Alltagsproblem und frage mich, ob es anderen auch so geht. Seit ein paar Wochen versuche ich, mein Bücherregal nach dem Prinzip der Absteigenden Reihenfolge zu sortieren, also die Bücher, die ich zuletzt gelesen habe, ganz nach oben zu stellen. Irgendwie finde ich es aber trotzdem jedes Mal frustrierend, wenn ich ein bestimmtes Buch suche. Es fühlt sich nicht mehr wie meine Sammlung an. Vielleicht ist diese ganze Ordnung gar nicht das, was ich eigentlich brauche.
Ich verstehe den Frust voll und ganz die Idee einer Absteigenden Reihenfolge hat irgendwie Würze doch jedes Mal wenn ich ein Buch suche merke ich wie die Sammlung weniger zu mir spricht Vielleicht ist Ordnung gar nicht der richtige Weg
Aus Sicht der Psychologie könnte man sagen dass Ordnung kurzfristig Orientierung schafft aber langfristig die Freude am Entdecken schmälern kann Vielleicht lohnt sich eine flexiblere Strategie wie eine Kategorisierung nach Stimmung statt nach letzter Lektüre
Vielleicht hast du das Fass nicht mit dem Regal sondern mit dem Lesen selbst geöffnet und willst eigentlich wieder mehr Zufälligkeit Erstaunt dich nicht dass die Bücher sich so anfühlen als würden sie schweigen
Vielleicht ist das Ganze nur eine Gewohnheitssache Und wenn du die Reihenfolge abschaffst bleibt mehr Raum für Überraschung und neue Lesewege
Was wenn du das Prinzip der Ordnung durch ein offenes Regalfach ersetzt das regelmäßig neu gemischt wird und du jedes Mal überrascht wirst welches Buch oben landet?
Man könnte auch das Konzept der Leseerzählung einführen statt der Platzierung Ein Buch markiert eine Geschichte egal wo es steht und die Reihenfolge verliert an Wichtigkeit