Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich mich frage, ob es überhaupt möglich ist, von meiner Kunst zu leben, ohne ständig diese innere Leere nach jedem bezahlten Auftrag zu spüren. Letztens habe ich eine ganze Serie von Illustrationen für ein lokales Café gemacht, und obwohl das Feedback toll war, fühlte es sich an, als hätte ich etwas von mir selbst dort gelassen, das ich nicht zurückbekomme. Vielleicht geht es anderen auch so, die versuchen, ihre kreative Arbeit zu monetarisieren.
Es tut weh zu merken dass der Beifall nach dem Auftrag so flüchtig bleibt und die Leere bleibt. Wenn ich die Pinselstriche der Serie sehe spüre ich wie viel von mir bezahlt wird und wie viel von mir selbst verloren geht. Vielleicht ist dieser Schmerz eine stille Bestätigung dass Kunst mehr will als nur funktionieren.
Die Frage nach dem Leben von Kunst als Beruf klingt wie eine Rechnung doch Werte entstehen oft dort wo Gefühl und Zeit sich treffen. Wenn Preise steigen bleibt die Frage wer Wert festlegt und ob der Künstler seine Seele zusätzlich an die Statistik verkauft. Vielleicht lohnt es sich die Idee zu prüfen ob es möglich ist eine Balance zu finden statt sich in eine Rolle zu pressen.
Vielleicht missverstehe ich die Sache und denke Kunst sei vor allem eine Sprache die sich über Aufträge hinaus streckt doch dein Beispiel mit dem Café zeigt wie viel Persönliches in den Bildern steckt und wie schwer es ist das mitzunehmen.
Ich bin skeptisch ob es wirklich möglich ist von Kunst zu leben ohne diese innere Leere die mit jeder bezahlten Arbeit nachhause kommt vielleicht ist Leere einfach Teil der Währung wenn man versucht zu verkaufen was man liebt.
Vielleicht könnte man Kunst neu rahmen als Gemeinschaftspraktik statt als einsamer Markt Projekte mit Cafés Genossenschaften und Workshops könnten den Druck mindern und das Gefühl geben dass man etwas mit anderen teilt statt nur zu konsumieren.
Ist es überhaupt sinnvoll von Kunst zu leben oder geht es eher darum Stücke zu schaffen die weiterziehen und dabei innerlich frei bleiben?