Ich sitze gerade wieder mal über meinen Büchern und frage mich, ob das so sinnvoll ist. Ich lese die Texte immer und unterstreiche dann die wichtigsten Stellen, aber wenn ich eine Woche später zurückblättere, ist irgendwie kaum etwas hängengeblieben. Es fühlt sich an, als würde ich nur die Zeit absitzen, ohne wirklich etwas zu verinnerlichen. Vielleicht sollte ich mal versuchen, das Gelesene in eigenen Worten zusammenzufassen, anstatt nur passiv Zeilen zu markieren.
Ich kenne dieses Gefühl. Du sitzt mit dem Buch vor dir, markierst viel und glaubst es hilft, doch am Ende bleibt kaum etwas hängen. Vielleicht ist es gar nicht der Text, sondern dein Weg ihn zu verarbeiten, der heute nicht passt
Eine Möglichkeit ist den Sinn in eigenen Worten zu fassen damit sich der Text verinnerlichen lässt. Wenn du hinterher sagst was du verstanden hast statt zu markieren entsteht eine Verbindung zwischen Lesen und Denken
Vielleicht ist das Markieren eher dein Ritual als eine Lerntechnik. Du glaubst du tust etwas Sinnvolles dabei doch vielleicht sorgt es nur dafür dass der Rand sauber aussieht
Ob das überhaupt klappt ist fraglich. Unterstreichen kann den Blick verstellen und dich glauben lassen du hättest etwas verstanden obwohl es gerade nicht stimmt
Vielleicht könnte man statt Lesen einen Dialog führen. Der Text wird zu einer Stimme die dir Fragen stellt und du antwortest mit Notizen die zu einer eigenen kleinen Theorie führen
Was passiert wenn du statt zu markieren eine kurze Passage mündlich zusammenfasst und am nächsten Tag ehrlich notierst was hängen geblieben ist?
Vielleicht ist der Schlüssel das ständige Probieren